Aus dem Stadtrat

Unter der Leitung des neuen Stadtratspräsidenten Christoph Kuert (FDP) fand am Montag, 25. Januar, die erste Stadtratssitzung im neuen Jahr statt. Im Stadtparlament wurden an besagter Sitzung gleich vier neue Mitglieder begrüsst: Renato Baumgartner (SP, folgt auf Stefanie Loser), Tobias Hirschi (Pnos), Albert Schaller (SVP) und Kurt Wyss (FDP). Am Ende der Sitzung wurde schliesslich unser Mitglied Hanspeter von Flüe verabschiedet. Er zieht mit seiner Frau nach Roggwil und tritt deshalb per 31. Januar von seinen Ämtern in Langenthal zurück. Seine Nachfolge wird der in Zukunft jüngste Stadtrat Bernhard Marti antreten. Er studiert in Bern Jus, ist aktiver Fasnächtler und auch sonst in zahlreichen Vereinen in Langenthal aktiv. 

Zum Inhaltlichen: Mit der Aufhebung der Überbauungsordnung Nr. 8 „Wolfhusenfeld“ gab der Stadtrat grünes Licht für die Ansiedelung von Firmen. Damit kann Langenthal weiter wachsen. Nicht zuletzt deshalb unterstützte die SP/Grüne Fraktion den Antrag des Gemeinderates. Eine Minderheit stimmte dagegen, vor allem aus ökologischen Bedenken.
Ein grosser Teil der Parlamentssitzung vereinnahmten Referate und eine Diskussion zur städtischen Pensionskasse. Zwei Experten zeigten gekonnt auf, dass die Pensionskasse nicht vom Leistungs- zum Beitragsprimat gewechselt werden soll. An dieser Einschätzung hatten die Bürgerlichen entsprechend alles andere als Freude, setzen sie sich doch mit Vehemenz für das Beitragsprimat ein.
Darauf wurde eine Motion zur Eindämmung der Lichtverschmutzung deutlich überwiesen. Unnötiges Licht soll vermieden werden, da dieses Tiere und Menschen stört sowie Energie verschleudert.
Verkehrte Welt schliesslich beim nächsten Traktandum: Die Bürgerlichen lehnten ein Postulat zur Prüfung gezielter Massnahmen gegen Vandalismus zum Schutz öffentlicher Gebäude und Plätze ab. Anscheinend gefiel es ihnen nicht, dass sich auch SP und EVP um die öffentliche Sicherheit bemühen. 

Wie gehts weiter? Die SP/Grüne Fraktion hat zwei Vorstösse neu eingereicht. Stadtrat Samuel Köhli und Stadträtin Therese Grädel fordern einerseits in einem Postulat die Prüfung der Einführung offener Turnhallen an jedem Samstagabend für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren (www.midnightschweiz.ch). Andererseits fordere ich in einem Postulat, der Gemeinderat möge die Einführung einer KulturLegi prüfen. Jede zehnte Person im Kanton Bern ist von Armut betroffen. Das bedeutet konkret: Für 90 000 Bernerinnen und Berner sind Konzert- und Theaterbesuche, Sportveranstaltungen und Zeitungsabos unerschwinglich. Denn: Wer mit sehr wenig Geld auskommen muss, kann sich solche Angebote oft nicht leisten. Mit der KulturLegi soll ihnen nebst Bern oder Thun im Kanton neu auch in Langenthal ein Rabatt von mindenstens 30 Prozent gewährt werden.
 

Nadine Masshardt, Stadträtin Langenthal

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